Projekt “Technische Textilien”

Als Technische Textilien werden alle dieje­nigen textilen Materialien bezeichnet, die besondere technische und funktio­nelle Eigen­schaften aufweisen und genau definierte spezi­fische Anfor­de­rungen erfüllen.

Ästhe­tische und dekorative Merkmale sind dabei nicht relevant, auch wenn die Anzahl von Erzeug­nissen zunimmt, die zusätz­liche funktio­nelle und dekorative Eigen­schaften in sich vereinen.

  • Verbes­serung der Festigkeit, Leistungs­fä­higkeit oder anderer Eigen­schaften eines Produkts wie z.B. Cordein­lagen in Autoreifen
  • Arbeits­mittel in einem Prozess zur Herstellung anderer Produkte wie z.B. Filter oder Siebbänder in Papier­ma­schinen
  • Technische Textilen als eigen­ständige Produkte wie z.B. Stadi­onüber­da­chungen oder Air Bags

Technische Textilien werden in vielen Branchen genutzt, wobei der Markt konstant wächst und stark mit Produkt­in­no­vation verbunden ist. Dabei kommt den Vlies­stoffen eine hohe Bedeutung aufgrund der Vielzahl an Techno­logien zu.

In dem future_bizz Projekt „Technische Textilien“ wurden grund­le­gende Kennt­nisse zum Thema, Trends und Poten­ziale der Materialien zusam­men­ge­fasst und neue Nutzungs­mög­lich­keiten sowie Business Oppor­tu­nities erarbeitet.

Strate­gische Rohstoffe und Nachhal­tigkeit

Neue Wege im Umgang mit diesen Rohstoffen bieten Chancen wie z.B.:

  • Kosten­senkung durch Erhöhung von Materi­al­ef­fi­zienz
  • Reduktion von Emissionen
  • Verrin­gerung von strate­gi­schen Engpässen und Abhän­gig­keiten durch Substi­tution
  • Wettbe­werbs­vor­teile durch ein nachhal­tiges Produkt­design und neue Produkt­funk­tionen
  • Entla­stung der Umwelt

In dem Projekt wurden attraktive Handlungs­op­tionen und neue Geschäfts­mo­delle entwickelt, die sich aus einem neuen Umgang mit Rohstoffen und geschlossen Stoff­kreis­läufen ergeben.

Techno­logien und Materialen der Oberflä­chen­technik

Materialien und Verfahren für die Ausge­staltung von Oberflächen wirken immer stärker als Treiber für Produkt­in­no­va­tionen. Das Wissen um Oberflä­chen­ma­te­rialien und deren Verar­beitung wird zur Schlüs­sel­kom­petenz für viele Unter­nehmen, aber auch für Entwickler oder Designer. 

Oberflä­chen­ge­staltung betrifft besondere struk­tu­relle, funktionale und gestal­te­rische Merkmale bzw. Eigen­schaften wie bspw. Farbgebung, Glanz oder Struktur als ästhe­ti­sches Element, aber auch haptische Merkmale, techno­lo­gische Eigen­schaften und besondere Funktionen.

Grund­sätzlich geht es darum, Funktio­na­lität, Qualität, Wahrnehmung und die Einsatz­mög­lich­keiten von Produkten sowie Produk­ti­ons­pro­zessen durch die Gestaltung der Oberflächen deutlich zu verbessern und Oberflä­chen­funk­tionen und ‑merkmale (inkl. Randschichten von Bauteilen) auf ein bestimmtes Anfor­de­rungs­profil hin zu optimieren.

In der future_bizz Studie „Verfahren und Materialien der Oberflä­chen­technik“ wurden wichtige Trends zum Thema zusam­men­ge­fasst und in einem Cross Industry Workshop gemeinsam be- und ausge­wertet.

Projekt “Self-Healing Materialien”

Self-Healing Materials (SHM) sind Funkti­ons­werk­stoffe, die in der Lage sind Schäden (Mikro­risse), die auf Dauer ein Bauteil oder einen Werkstoff irrepa­rabel schädigen würden, autonom zu reparieren.

Durch SHMs lässt sich die Lebens­dauer vieler Materialien um ein Vielfaches verlängern, wodurch sie auch erhöhten Sicher­heits­an­for­de­rungen gerecht werden.

Die dem future_bizz Projekt „Self-Healing“ wurde die Forschungs­land­schaft zusam­men­ge­stellt und wichtige Entwick­lungs­pfade heraus­ge­ar­beitet.